Review – Lens Aid Handschlaufe in Seiloptik

Zuerst einmal muss ich sagen, dass ich nie gedacht hätte, dass man bei Instagram von jemandem kontaktiert wird, der ernsthaft Interesse daran hat, einem wirklich etwas kostenlos zum Testen zur Verfügung zu stellen. Ich lag falsch… Lens Aid schrieb mich an und bat mir Equipment an. Da ich schon länger auf der Suche nach einer guten Tragemöglichkeit für meine Pentax ME Super war, entschied ich mich für deren Handschlaufe in Seiloptik. An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an Lens Aid!

Ich möchte aber gleich klarstellen, dass dies keinen Einfluss auf meine Meinung hat und ich auch in keiner Weise gebeten wurde, positiv über das Produkt zu berichten. Alles, was ich schreibe ist meine eigene Meinung!

Kurz nachdem ich mir die Handschlaufe ausgesucht hatte, kam sie auch schon mit der Post. Es dauerte 2 Tage. In dem Umschlag war ein neutraler, weißer Karton und darin befand sich die Schlaufe. Sicher verpackt und in einem schönen Rot/Schwarz und ein Flyer von Lens Aid.

Wie schon anfangs erwähnt, war ich schon länger auf der Suche nach einer Handschlaufe. Bisher hab ich mich aber nie dazu durchringen können, eine zu kaufen. Häufig waren die angeschauten Schlaufen recht dünn oder machten einen nicht wirklich wertigen Eindruck.

Bei der Handschlaufe von Lens Aid war ich zu Beginn auch skeptisch. Klar, sie ist wirklich dick und stabil und ja, sie lässt sich einfach an der Kamera anbringen und hat einen Kratzschutz aus Kunstleder. Aber… Wie sieht es mit dem Tragekomfort aus? Ist das Material kratzig? Reibt es vielleicht nach einiger Zeit? Die Pentax ME Super hat ohne Objektiv ein Gewicht von 445 g. Dazu kommen 166 g für das Auto Revuenon 50mm f/1.9. Somit hängen 611 g am Handgelenk. Klingt erstmal nicht viel, aber wenn man den ganzen Tag damit unterwegs ist, kann das schon unangenehm werden. Ich kann ganz klar Entwarnung geben. Das Material ist ein Nylon-Seil mit einer Länge von 25 cm und einem Durchmesser von 1 cm und es schmiegt sich sehr gut um das Handgelenk.

Meine nächste Sorge war, dass die Handschlaufe zu steif sein könnte und somit eventuell die Benutzung der Kamera erschwert. Auch das hat sich als unbegründet herausgestellt. Trotz des Durchmessers ist die Schlaufe schön flexibel und zu keiner Zeit im Weg.

Einen kleinen Punkt hab ich aber doch gefunden, der nicht so optimal ist. Es ist nichts, was mich wirklich stört, aber es ist mir aufgefallen. Wenn man die Schlaufe enger stellen möchte, ist das ein wenig fummelig, weil sich das kleine Lederteil etwas schwer verschieben lässt. Das ist aber kein wirklich negativer Punkt. Ist vermutlich nur Gewöhnungssache.

We Interesse hat, kann sich die Handschlaufe unter www.lens-aid.de für aktuell 14,90 € bestellen.

Kann ich dieses Produkt empfehlen? Auf diese Frage gebe ich ein ganz klares „JA“ als Antwort. Ich schaue gern im Shop von Lens Aid vorbei und werde mir demnächst ein Reinigungsset dort bestellen.

Auch darüber werde ich dann ein Review schreiben. Bis dahin: Bleibt gesund 🙂

Hi Matic F – Ergebnisse

Wie versprochen, kommen hier die Ergebnisse der Minolta Hi Matic F. Beim Film handelt es sich um einen Kodak Gold 200. Bedingt durch die andere Batteriespannung musste ich den ASA-Wert auf 100 stellen, damit die Belichtung korrekt ist.

Der Fuldaer Dom

Kameravorstellung Minolta Hi-Matic F

Vom russischen Schwergewicht der vorherigen Vorstellung geht es heute weiter zu einer eher subtileren und leichteren Kamera. Die Rede ist von der Minolta Hi-Matic F. Sie ist das komplette Gegenteil der Zenit E.

Man kann halt nicht immer die 900g plus Objektiv mit sich herumtragen. Es sei denn, man möchte neben der Fotografie gleich noch etwas den Muskelaufbau vorantreiben 😊

Die Minolta Hi-Matic F ist eine Messucher-Kamera aus dem Jahr 1972, die in einer sehr kompakten Bauweise daherkommt. Mit 113 x 73 x 54 mm ist sie klein, aber doch recht handlich, zumindest solange man keine Riesenhände hat. Und sie wiegt (ohne Batterien) nur 350g.

Minolta Hi Matic F von vorne

Vorne an der Kamera ist logischerweise das Objektiv (in diesem Fall ein fest verbautes Rokkor mit einer Brennweite von 38 mm und einer maximalen Offenblende von 2.7). Am Objektiv selbst befindet sich am unteren Rand die Einstellung des ASA-Wertes mit einer Range von 25 – 500. Oben am Objektiv ist der Sensor für den Belichtungsmesser angebracht. Somit muss man nicht viel nachdenken, wenn man einen Filter anbringt. Die Belichtungsmessung ändert sich automatisch je nach verwendetem Filter. Der Fokusring ist um das Objektiv gelegt. Der Einstellweg ist recht kurz, was schnelles Fokussieren ermöglicht. Es handelt sich natürlich um einen manuellen Fokus. Die Naheinstellgrenze liegt bei 0,8 m. Zudem ist ein Ring vorhanden, um die Blitzleitzahl einzustellen.
Links und rechts am Gehäuse befinden sich Ösen zur Befestigung eines Kameragurtes.

Die Rückseite ist recht simpel gehalten. Es gibt eine Klappe für die Filmkammer, den Sucher und einen Knopf zum Testen der Batterie. Das war’s.

Unten an der Kamera befindet sich ein Stativgewinde, die Klappe für das Batteriefach und etwas tiefer eingelassen, ein Knopf zum Lösen der Sperre, wenn man den Film zurückspulen möchte.

Oben, von links nach rechts geschaut, findet man zuerst die Kurbel zum Zurückspulen des Films (und zum Öffnen der Rückklappe, wenn diese hochgezogen wird), einen Hotshoe, die Batteriekontrollleuchte, die aufleuchtet, wenn man den Knopf auf der Rückseite drückt, den Auslöser (mit Gewinde zum Anbringen eines Kabelauslösers), den Filmtransporthebel und das Zählwerk.

Fotografieren mit der Hi-Matic F ist denkbar einfach. Film einlegen, ASA-Wert an der Vorderseite der Kamera einstellen und losfotografieren. Das Fokussieren über den Sucher funktioniert gut. Man hat in der Mitte eine gelbe Markierung, in die ein zweites Bild eingespiegelt wird. Mithilfe des Fokusrings stellt man so ein, dass beide Bilder identisch übereinander liegen. Dann den Auslöser betätigen und fertig.

Das Thema Batterien ist ein heiß diskutiertes im Internet. Normalerweise hat die Hi-Matic F zwei PX640 Batterien aufgenommen. Da es diese aber nicht mehr gibt, muss ein Ersatz her. Viele schwören auf Hörgeräte-Batterien des Typs 675, die mit 1,4 V recht nah an die 1,35 V der ursprünglichen Quecksilber-Batterien herankommen. Die Lebensdauer dieser Batterien soll aber wohl recht kurz sein. Ich selbst nutze LR44 Batterien (1,5 V). Von der Größe her sind diese natürlich kleiner als die PX640. Zwei LR44 Batterien hintereinander eingelegt, geben die richtige Höhe für eine Seite. Für die andere Seite habe ich mir einfach ein Stück Alufolie zurecht gefriemelt. So läuft die Kamera. Einzig der Belichtungsmesser scheint etwas andere Werte anzuzeigen, was ich aber durch eine Korrektur am ASA-Wert kompensiere. Ich gebe den Filmen einfach eine Blende mehr Licht.

Fakten:
Typ: Messsucher-Kamera
Baujahr: 1972
Filmformat: 24 x 36 mm (135er Film)
Fokussierung: Manuell
Verschluss: Elektronischer Zentralverschluss
Verschlusszeiten: 4s bis 1/724s
Objektiv: Rokkor 38mm, f/2.7
ASA-Range: 25 – 500

Die Minolta Hi-Matic F ist eine kleine, leichte Immer-Dabei-Kamera. Dank der kompakten Abmessungen hat sie in der Jackentasche Platz. Sie ist ideal für Street-Fotografie, da sie kaum auffällt. Auch das Geräusch beim Auslösen ist kaum wahrnehmbar. Sie wirkt fast wie ein Spielzeug, jedoch täuscht dieser Eindruck. Die Verarbeitung ist solide und das 38mm Rokkor-Objektiv bildet schön scharf ab. Mit dieser Kamera gemachte Bilder folgen noch 😊

Kameravorstellung Zenit E

Als ich mit der analogen Fotografie angefangen hab, hatte ich absolut keinen Plan, auf was zu achten ist. Ich habe mich durch Stunden von YouTube-Material gesuchtet um etwas zu lernen. Dort gab es dann immer wieder die Behauptung, dass man unbedingt eine Leica braucht um vernünftige Bilder zu machen. Wenn man aber nicht gerade seine Bettwäsche mit Geldscheinen gefüllt hat, oder eine Bank überfallen möchte, dann ist eine Leica keine wirkliche Option…

Dann auf einmal war da ein Video, das sich auf eine Kamera bezog, welche günstig zu haben war bzw. ist. Die Rede ist von der Zenit E. Eine WAS? Genau… So ging es mir anfangs auch. Und völlig blauäugig bin ich dann auf die Suche nach einer solchen Kamera gegangen. Gefunden habe ich ein Exemplar, das mit einem Auto Pentacon 50mm f/1.8 Objektiv daher kam. Für 15€ plus Versand konnte ich nicht nein sagen. Ein paar Tage später kam dann also das Paket an und ich hielt sie in den Händen.

Einen Schönheitspreis gewinnt sie meines Erachtens nach wohl eher nicht. Sie ist klobig, liegt aber doch recht gut in der Hand. Jetzt hatte ich das Teil, wusste aber nicht, wie weiter. Was hielt ich da also in meinen Händen?

Die Zenit E ist eine voll mechanische, in der ehemaligen Sowjetunion in rauen Mengen hergestellte Spiegelreflexkamera mit einem M42-Anschluss (anfangs noch mit M39-Anschluss). Hergestellt wurde sie zwischen 1965 und 1981. Es wurden insgesamt ca. 8,5 mio. Exemplare gebaut.

Auf der Frontseite ist neben dem M42 Objektivanschluss noch die Selen-Zelle für die Belichtungsmessung. Bei vielen Exemplaren funktioniert sie nicht mehr, da sie im Laufe der Jahre ausgebrannt ist. Bei meiner Kamera hatte ich Glück und die Zelle ist noch in Ordnung.
Zudem ist auf der Vorderseite noch der Selbstauslöser und der PC-Sync Port für einen externen Blitz. Das war es dann auch schon auf der Frontseite.

Die Rückseite sieht recht karg aus. Nur die Klappe für das Filmfach, der Sucher und die Seriennummer. Die Seriennummer verrät zudem das Baujahr der Kamera. Meine Zenit E wurde 1974 gebaut, ist also schon 46 Jahre alt. Trotz des Alters funktioniert sie aber noch einwandfrei.

Kommen wir zur Oberseite. Hier finden sich die meisten Bedienelemente. Der Filmtransporthebel befindet sich auf der rechten Seite. Über dem Hebel findet man das Zählwerk, welches manuell eingestellt werden muss und den Auslöser. Weiter links ist der Knopf, mit dem man den Film löst, wenn man ihn zurück spulen möchte. Danach kommt dann das Zeiten-Einstellrad mit den 6 möglichen Werten B, 1/30s (ist auch die Blitzsynchronzeit), 1/60s, 1/125s, 1/250s und 1/500s.
Der Blitzschuh ist mittig angebracht. Dann, auf der linken Seite ist die Anzeige des Belichtungsmessers und die Einstellung des ASA- bzw. DIN-Wertes. Der Bereich geht von DIN 13 bis DIN 26 (entspricht ASA 16 bis ASA 320). Hier stellt man auch den Belichtungsmesser so ein, dass der Marker mit dem Nadelausschlag überein stimmt um eine korrekte Belichtung zu bekommen.

Bei vielen Kameras hat man beim Blick durch den Sucher Fokussierungshilfen wie einen Prismenring, einen Schnittbildindikator oder gar beides zusammen. Bei der Zenit E sucht man das allerdings vergebens. Fokussiert wird rein nach dem, was man durch den Sucher sieht.

Trotz des Gewichts von knapp 900 Gramm und der Klobigkeit ist die Zenit E eine tolle Kamera, mit der man durchaus gute Bilder machen kann. M42-Objektive sind zahlreich erhältlich und man muss nicht unbedingt viel ausgeben um vernünftige Linsen zu bekommen. Empfehlen kann ich auf jeden Fall das Helios 44M und das Pentacon Auto 2.8/135 MC.

Es folgen noch ein paar Bilder, die ich mit der Zenit E gemacht habe:

blendenprio…wer?

Diese Frage möchte ich gern beantworten…

Mein Name ist Sven, ich bin 39 Jahre alt und wohne im Landkreis Fulda. Ich habe mich im Dachgeschoss einer Ein-Zimmer-Wohnung eingerichtet und widme mich von hier aus meiner Leidenschaft, der Fotografie.

Wenn ich nicht gerade Fotos mache oder mich in Youtube-Videos oder Online-Artikeln zum Thema Fotografie verliere, dann bin ich arbeiten. Angestellt bin ich als Datenjongleur bei einem weltweit operierenden Unternehmen, das hier in Fulda ansässig ist.

In diesem Blog möchte ich euch meine Kameras vorstellen und euch einen Einblick in das Abenteuer der analogen Fotografie geben. Also… auf geht’s!

Erstelle eine Website wie diese mit WordPress.com
Jetzt starten